SOS-EEG

Branchen-Appell an Bundestag und Bundesrat

STOPPT DAS SOLARDACH-AUS.

Der Appell der Wertschöpfungskette Dach-Photovoltaik — getragen von der Initiative SOS-EEG, offen für die ganze Branche.

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Noch X Tage bis zur parlamentarischen Beratung (ab September)

Was geplant ist

Aus 20 Jahren werden 36 Monate. Das Kabinett hat am 29.07.2026 beschlossen: Neue Solardächer sollen ab 2027 keine feste Einspeisevergütung mehr erhalten — nur noch anfänglich 5,2 Cent für maximal 36 Monate, danach Pflicht zur Direktvermarktung. Dazu: 50-%-Einspeisekappung — und Netzbetreiber sollen erstmals auch von Solardächern Baukostenzuschüsse verlangen dürfen (Höhe noch offen; nach heutigen Praxiswerten wären es rund 1.000 € pro Einfamilienhaus-Anlage).

Noch ist das ein Entwurf. Bundestag und Bundesrat beraten ab September.

Vier Zahlen, die man kennen muss

160 Mio. €

Mehr hätte die Weiterförderung neuer Kleinanlagen 2030 nicht gekostet (Agora Energiewende). Gespart wird also: fast nichts.

90.000 von 400.000

So wenige Direktvermarktungs-Fälle erwartet das Ministerium selbst pro Jahr, gemessen am realen Bedarf.

100.300 → 56.000

So fiel die Solar-Beschäftigung nach den EEG-Kürzungen 2012 binnen eines Jahres. Heute hängen über 120.000 Jobs an der Branche.

215 GW

Das gesetzliche Solarziel für 2030 (§ 4 EEG). Stand Ende 2025: 117 GW. Wer das Dach ausbremst, bricht das eigene Gesetz.

Alle Quellen →

Unsere 3 Forderungen

  1. Feste Vergütung für Dächer bis 25 kW erhalten — bis die Direktvermarktung nachweislich funktioniert.
  2. Direktvermarktungspflicht erst, wenn die Infrastruktur steht — nicht vor flächendeckendem Smart-Meter-Rollout und bezahlbaren Prozessen.
  3. Keine pauschale 50-%-Kappung, keine Belastung des Eigenverbrauchs.

Der offene Brief

Der Appell im Wortlaut — jede Zahl belegt, gerichtet an die Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Bundesrates, mit allen unterzeichnenden Unternehmen.

Den offenen Brief lesen

Mitzeichnen

Wir sind ein Unternehmen der PV-Wertschöpfungskette und unterzeichnen den Appell.

Häufige Fragen

Ist die Einspeisevergütung nicht sowieso überflüssig?

Der eigene Monitoringbericht der Regierung rechnet vor: Ohne Vergütung steigt die Amortisation mit Speicher von 17 auf über 30 Jahre; ohne Speicher trägt sich die Anlage gar nicht mehr.

Zwingt die EU dazu?

Nein. Der Entwurf selbst nimmt Kleinanlagen vom CfD-Regime aus (Schwelle 100 kW). Das Kleinanlagen-Aus ist eine politische Entscheidung Berlins.

Was ist mit Bestandsanlagen?

Nicht betroffen. Wer bis 31.12.2026 in Betrieb nimmt, behält 20 Jahre Vergütung.

Was ist mit negativen Strompreisen?

Seit Februar 2025 gelöst: Bei Negativpreisen gibt es für Neuanlagen ohnehin keine Vergütung mehr (Solarspitzengesetz, § 51 EEG).

Wer steckt dahinter?

Getragen wird der Appell von der Initiative SOS-EEG (V.i.S.d.P.: Axel Klett). Der Initiator arbeitet seit 2008 in der Photovoltaik-Branche und ist bei einem Hersteller von PV-Montagesystemen beschäftigt — das wirtschaftliche Interesse an diesem Appell liegt offen. Mehr auf der Transparenz-Seite →